Umzug auf WordPress

Der alte, auf Octopress basierende Blog und mein selbstgehäkeltes CSS haben mir nicht mehr gefallen. Daher bin ich mal den Umzug in ein aktuelles WordPress angegangen. Dies lief erstaunlich schmerzfrei ab, wobei die meiste Zeit dann beim Feintuning investiert wird.

Zuerst habe ich alle bisherigen Beiträge mit dem RSS Importer in den neuen Auftritt gezogen. Die Bilder wurden dann via WordPress hochgeladen und die Links entsprechend angepasst. Für die Darstellung der Codeschnipsel kommt das Plugin Syntax Highlighter Evolved zum Einsatz.

Als Theme wird ein ziemlich nacktes Twentysixteen verwendet. Macht sich für ein persönliches Blog ziemlich gut finde ich. Eine Headergrafik wird noch nachgereicht. Vielleicht.

Für SEO-bezogene Einstellungen sorgt The SEO Framework. insbesondere ist es mir wichtig den gefürchteten Duplicate Content zu vermeiden. Mit diesem Plugin lässt sich für Kategorien- und Archivseiten das NoIndex-Flag setzen. Das Universalplugin Jetpack soll hauptsächlich für einen Schutz vor Botnetzen sorgen und die Verwaltung von Updates vereinfachen.

Chinareise 2014

Ende September war es endlich soweit: Die diesjährige Chinareise wurde angetreten. Dieses mal zusammen mit meinen Eltern. Seit ca. einem Jahr bietet China Southern auch Direktflüge von Frankfurt an, sehr komfortabel und ohne lästiges umsteigen in Bejing. Nach einem 12stündigen Flug haben wir Changsha erreicht.

Dort haben wir einige Sachen besichtigt, u.a. die alte Festung mitten in der Stadt. Überall trifft man auf humorvolle Warnhinweise:

chinesischer_warnhinweis

Nach ein paar Tagen ging es weiter zu den Bergen von Xiangjiajie. Dort warten gut bestigte Berge auf Erkundung und bieten atemberaubende Ausblicke:

xiangjiajie

Teile von “Avatar” wurden übrigens dort gedreht, falls das einem bekannt vorkommt. Einen Berg haben wir zu Fuß bestiegen – 4.000 Treppenstufen. Mit überanstrengten Waden ging es nach ein paar Tagen dann wieder zurück nach Changsha. Nach einer etwas hektischen Woche der Vorbereitung fand dann unsere chinesische Hochzeitsfeier statt. Ca. 130 Gäste sind unser Einladung in ein schickes Hotel gefolgt:

Hochzeitsfeier
Hochzeitsfeier

Dann sind meine Eltern abgereist und mit meiner Frau und Freunden ist noch eine ruhige Woche vergangen. Ein Highlight war das große Feuerwerk zum Nationalfeiertag:

feuerwerk_nationalfeiertag

Überlegungen zur HanseLUG

Um den Arbeitsweg auf dem Fahrrad ein bisschen produktiv zu nutzen, höre ich einige Podcasts. Letztens war auch die Folge 38 von BSD Now dabei, in der zwei Initiatoren der BUG (=BSD User Group) New York interviewt wurde. Zum einen ging es darum wie man so etwas initial zünden lässt (“Free Pizza”). Wichtiger ist allerdings wie man sich dauerhaft etablieren kann. Zusammenfassend wurde genannt:

  • Vorträge und Präsentationen sind ganz wichtig als inhaltliche Aufhänger

  • Die Location muss gut erreichbar sein und es gibt WLAN

  • Die Treffen finden regelmäßig oder zumindest ohne große Pausen statt

Gerade der erste Punkt spielt meines Erachtens eine große Rolle. (Zumindest gelegentliche) eventartige Wissensvermittlung zieht die Leute an. Und umgekehrt sorgt das Fehlen für Desinteresse. Für das reine soziale Miteinander findet man im IT-Bereich nur wenig Begeisterung. Zu wenig zielgerichtet erscheint die dafür verwendete Zeit.

Nun ist Hamburg nicht New York, trotzdem fällt auf das es relativ wenige regelmäßige Treffpunkte gibt:

  • LUG Balista, trifft sich immer Montags im Barmbeker Bürgerhaus und hatte im Herbst 2013 eine kleine Vortragsreihe

  • GUUG Hamburg, wird unermüdlich von Dirk Wetter angetrieben der Vortragende organisiert und findet etwa einmal im Monat statt

  • BSDHH, trifft sich regelmäßig und war ich selbst noch nicht da. Bin aber auch (noch) kein BSD User…

Meinem Gefühl nach gibt es dort noch Platz für ein monatliches Treffen mit einem Schwerpunkt auf berufsmäßige Administration. An kleinen und großen Buden die was mit Linux, BSD, Clustern, Monitoring, Virtualisierung und Hastenichtgesehen machen, fehlt es sicher nicht. Wenn sich hier ein kleines Orgateam findet das für die nächsten sechs Monate ein paar Veranstaltungen plant, dann ist ein guter Anfang gemacht.

Schweigen in Tech-Communities

In einigen von mir regelmäßig besuchten Chatrooms hat sich ein seltsames Schweigen breitgemacht. Tagelang, manchmal sogar wochenlang schreibt keiner irgendwas. Zehn Leute oder mehr machen sich also die Mühe, sich ein Jabber-Konto einzurichten und einen Channel zu joinen bzw. mit dem IRC-Server zu verbinden – um anschließend nichts zu sagen. Das ist einigermaßen seltsam und auch kein Problem virtueller Chaträume.

Letztens war ich nach einem Vortrag bei der GUUG Hamburg noch mit in ein nahegelegenes Lokal zur Nachlese bei Speis und Trank. Nach einer kruzen Begrüßungsrunde, in der sich die neuen Gesichter vorgestellt hatten, trat dann Stille ein. Diese Art von unangenehme Stille, wenn es kein genuines Gesprächsthema gibt – obwohl wir gerade zusammen einen Vortrag besucht hatten.

Natürlich spielt in sowas auch immer eine gewisse Gruppendynamik herein, weil neue Mitglieder dazugestoßen sind. Trotzdem gibt es dafür auch tieferliegende Tendenzen, die gesellschaftlicher und technischer Natur sind. Es gibt ständig neue Techniken und Systeme, von denen erwartet wird, dass man sie kennt und beherrscht.

Von den Technikern wird ein kompetenter Umgang und Auskunft erwartet. Und diese Erwartung wird bedient und muss bedient werden. Es gibt einen großen Druck, sich als “omnikompetent” zu geben. Und dies wirkt natürlich auch von der Arbeitssphäre in den privaten Bereich herein. Um sich diesem Druck nicht mehr stellen zu müssen, schweigt man. Wer Fragen stellt, drückt Inkompetenz aus.

Und warum soll man überhaupt noch Fragen stellen? Irgendjemand hat dies sicher schon getan und irgendwo im Internet steht die Antwort. Google ist dein Freund. Oder Bing oder was anderes. In einer Fortsetzung von “RTFM” gilt heute “RTFI” (“Read The Fucking Internet”). Irgendwann hat einem sicher jemand diesen Tip schon gegeben und dann man selbst jemand anderem.